Gewässer zum Angeln

Ostsee Greifswalder Bodden Jasmunder Bodden Vereinsgewässer Fanggebiete

 

Die Gewässer der Insel gehören zu den fischreichsten in ganz Deutschland. Dazu zählen hauptsächlich der Große und Kleine Jasmunder Bodden und die Brackgewässer, die sich rund um die Insel in den Buchten befinden. Die Verbindung zu der Ostsee und damit der regelmäßige Wasseraustausch sorgt für ausreichend Sauerstoff und Pflanzenbildung. Somit sind die Nahrungsgrundlagen und ideale Leichgründe für viele Fischarten vorhanden.

Immer beliebter wird das Angeln an und auf der Ostsee. Früher, nur ein Privileg für auserwählte Kader, besteht heute für jeden Angler die Möglichkeit auf der Ostsee von einen Kutter aus  zu angeln.
Mit immer größerer Beliebtheit hat sich auch das Angeln auf Meerforellen ausgeprägt. Viele Angelfreunde scheuen keine Kosten und Zeit diesen beliebten Fisch nachzujagen.
Im Frühjahr wird die Insel von Angeltouristen überschwemmt.               
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Zu dieser Zeit leicht der Hering vor den Küsten Rügens, abgelöst vom Hornhecht, bietet sich etwa für insgesamt 8 Wochen die Möglichkeit für viele Angelfreunde einen Vorrat in den Gefriertruhen zu schaffen.

Fischvorkommen
Dorsch
Meerforellen / Lachs
Flunder / Kliesche / Scholle
Hering
Hornhecht
Aal / Aalmutter (Pissliese)
Knurrhahn

Tobiasfisch (Tobs)
Hecht
Zander
Barsch
Plötz / Rotfeder
Brassen
Schlei
Karausche

Karpfen

 

 

 

 

Dorsch, selten auch Kabeljau genannt
Der Dorsch kommt hauptsächlich in der Ostsee vor. Einige seltene Irrläufer sind auch schon den Fischer im Übergansbereich vom Bodden zur Ostsee in die Netze gegangen.
Die beste Fangzeit für den Dorsch sind die Monate Januar-April und September-Dezember
Überwiegend wird er vom Kutter aus gefangen, wobei das Brandungsangeln auch immer beliebter wird. Die Fangmethoden sind vielfältig.


Vom Boot bzw. Kutter aus ist das Pilken die häufigste Methode. Je nach Seegang und Wassertiefe werden 50-300gr. schwere Pilker in allen Farben verwendet. Die vormontierten Beifänger bringen nicht immer den erwünschten Erfolg. Ich persönlich verwende nur noch blanke Pilker mit höchstens einen Vorfänger (Twister in rot oder weiß, es sind nur zwei Anbissstellen erlaubt). Fänge bis zu 30 Stück und einzelne Prachtexemplare bis 20Kg sind möglich, aber nicht die Tagesordnung. Meistens liegt das Gewicht zwischen 1 und 4Kg wobei man mit 5-10 Stück schon ganz zufrieden sein kann.

Wer ein Angeln vom Kutter plant sollte sich vorher unbedingt anmelden. Oftmals sind die Plätze gerade an den Wochenenden weit im voraus ausgebucht. Wer die Möglichkeit hat sollte mit mehreren Sportsfreunden zusammen einen Kutter schartern.
Wochentags sind die Kutter nicht ausgebucht und somit ist eine Preisverhandlung immer möglich.
Normal kostet es für eine Person ca. 35 € (Früher 50 DM inklus. Erbseneintopf).
Der Nachteil ist, je nach Standort, oft die lange Fahrzeit zu den Fischgründen. Manchmal 2-3 Stunden hin und auch wieder zurück. Was da von einen Angeltag zum angeln übrig bleibt kann sich jeder selbst ausrechnen. Leider sind auch nicht alle Kutterfrührer daran interessiert ihren Angelgästen die besten Fänge zu ermöglichen. Hinzu kommt auch, dass die Kutter manchmal bis an ihre Grenzen besetzt werden und es dadurch sehr eng wird.

Es besteht auch die Möglichkeit mit kleinen Booten, im Küstenbereich bei einer Wassertiefe von 6-10m, auf Dorsch zu angeln.
Bevorzugte Gebiete sind hierbei die nördlich zur offenen See gelegenen Abschnitte
Natürlich sollte immer ein erfahrener Skipper mit an Bord sein. Schnell aufkommende Winde und Seegang sind hier im Norden keine Seltenheit. Bei ablandigen Winden kann man sich bis zur Windstärke 5 auf die See wagen. Dabei sind zuverlässige Motoren und Rettungsmittel unbedingt erforderlich.

In der kalten Jahreszeit ist das Dorschangeln auch von Land aus möglich. In den Abend- und Nachtstunden kommt der Dorsch zura_ti_f06.gif (3861 Byte) Nahrungsaufnahme ins flache Wasser. Mit dem richtigen Angelgeschirr gelangt man mit weiten Würfen in seine Nahrungsbereiche. Als Köder wird meistens der Wattwurm verwendet. Fetzenköder aus Hering und Tobs, bzw. mit Tauwurmköder sind nicht so viel versprechend.
Bevorzugt werden hier auch wieder die nördlichen Bereiche. Die Strände bei Lohme, Glowe, Juliusruh, Kap Arkona und Dranske bieten die besten Voraussetzungen.
Das Brandungsangeln ist in der kalten Jahreszeit nur etwas für hart gesottene Profis und nichts für Warmduscher.
Schnell schwinden die Vorstellungen über ein paar gemütliche Angelstunden. Eisige Kälte, Dunkelheit und Einsamkeit zwingen einem schnell zur Aufgabe bevor überhaupt die ersten Dorsche anbeißen konnten.

 

 

Meerforellen und Lachs
Die Meerforellen bzw. Lachse sind in den letzten Jahren nicht nur für einheimische Angler zu der beliebtesten Beute geworden. Voraussetzung für den Fang dieser begehrten Fische ist die Kenntnis über die Fanggebiete, Ausdauer, Glück und nicht zuletzt die richtige Angelausrüstung. Daher besteht für Gelegenheitsangler die einfach auf blauen Dunst mit ihrer Rute losziehen kaum die Gelegenheit auf Erfolg.
Der Bestand der Meerforellen hat sich in den letzten Jahren stabilisiert bzw. verbessert.
Zurückzuführen sind die Bestände auf zählreiche Ausbrüche der Forellen aus den Mastgehegen die unmittelbar vor der Küste Rügens gelagert waren. Die Wasserqualität in der Ostsee hat sich sehr verbessert und somit auch zur Vermehrung der verwilderten Forellen beigetragen.
Lachse werden von Anglern seltener gefangen. Den Fischern und vor allem den Hobbyfischern die ihre Netze in unverschämter Länge vor der Küste aufstellen gelangt hin und wieder mal ein Lachs ins Netz. Die Netze stehen meist nicht weit von Land weg, sind schlecht gekennzeichnet, sperren durch ihre unwahrscheinliche Länge ganze Küstenstreifen quer- und längsseits zur Küste ab. Dadurch wird das Angeln erheblich erschwert. Da wo sich die Netze befinden hat kaum ein Fisch die Gelegenheit von einem Ende zum anderen zu kommen. Den Angler, der so erwartungsvoll auf Forellenfang aus war, werden somit seine letzten Hoffnungen auf Erfolg genommen. Wer es dennoch zwischen den Netzen versucht sollte den vorgeschrieben Mindestabstand von 100m einhalten.
Günstiger ist es die Zeit nach einem Sturm auszunutzen oder Gebiete aufzusuchen die von Fischern noch nicht so belagert wurden. Meistens sind es Küstenstreifen die eine lange Anfahrt aus den Häfen fordern und wo die Hobbyfischer keine Möglichkeit haben, ihre meist sehr kleinen Boote, zu den Fischgebieten über Land zu befördern.
Gefangen werden Meerforellen in den nördlich bzw. östlich zur offenen See gelegenen Küstenstreifen in unmittelbarer Landnähe.a_ti_f06.gif (3861 Byte) Die beste Beißzeit sind die Monate März und April.  Zu dieser Zeit betragen die Wassertemperaturen ca. 4 - 8°C. Daher ist es sehr empfehlenswert mit einer gut gepolsterten Neoprene-Wathose am Leibe im Wasser zu Waten. Man kann natürlich auch von Land aus Angeln, doch die Chance die Meerforelle in den Fischsack zu bekommen ist sehr gering wenn man nicht im Wasser steht und einen praktischen Unterfangkescher  bei sich hat.
In den späten Nachmittags- bzw. Abendstunden, bei leicht getrübten Wasser und leicht bewegter See hat man die besten Chancen auf Erfolg.
Das richtige Angelgeschirr ist von großer Bedeutung.  Spezielle Ruten für den Forellenfang, die weite Würfe mit leichten, schlanken Spinnern garantieren (16 - 25 gr.), sind am besten geeignet. Die farbliche Gestaltung der Spinner ist vielfältig. Jeder Angler schwört auf seine mit Erfolg gekrönten Spinner.
Wer das Glück eines Anbisses hatte sollte in jedem Fall diesen Abschnitt intensiv weiter beangeln. Da wo eine Forelle ist sind meistens auch mehrere. Sie ziehen in kleinen Schwärmen an der Küste entlang und verharren manchmal auch längere Zeit auf einer Stelle.
Sollte das Angeln auf Meerforellen nicht so erfolgreich sein besteht auch die Möglichkeit mit einen etwas schwereren Spinner über Den Grund auf Dorsch zu angeln. Oftmals halten sich die Dorsche auch in Landnähe auf.
Gelegentlich sind auch Angler anzutreffen die es mit Fliegenfischen versuchen. Erfolge sind mir bisher noch nicht bekannt geworden.

 

 

 

Flunder, Scholle, Kliesche
Die Flunder kann fast überall um Rügen geangelt werden. Dennoch gibt es wenige Angler die gezielt die Flunder beangeln.
Grund dafür ist, dass die meisten Exemplare nur sehr klein ausfallen und es daher nicht besonders lohnenswert ist.
Die besten Gelegenheiten zum Flunderfang bietet der Große Jasmunder Bodden. Im Sommer sind es nur kleine Einzelstücke, doch  in den Herbstmonaten kann man an bestimmten Stellen auch maßige und größere Mengen angeln. Die besten Möglichkeiten hat man wenn man vom Boot aus in den tieferen Bereichen des Boddens angelt. Bei schlechtem Wetter sollte man von Land aus angeln. Die kleine Mole in Martinshafen bietet dafür die besten Vorraussetzungen.

 

 

Ostseehering
Der Hering ist nur zu bestimmten Jahreszeiten vor der Küste Rügens bzw. in den Boddengewässern anzutreffen. In den Monaten Februar bis Mai ist Hochsaison für die Heringsangler. Zu dieser Zeit zieht der Frühjahrshering in großen Schwärmen in seine Leichreviere vor Rügens Küsten.

Im April ist das große Heringsangeln im Strelasund sehr beliebt und verbreitet. Der Hering wandert von der Ostsee durch den Strelasund in die Boddengewässer und wieder zurück. Der Rügendamm verbindet das Festland und die Insel Rügen an der schmalsten Stelle. Hier zwängen sich die Heringsschwärme förmlich durch die Sundenge. Daher kann man von der Brücke in 1-2 Stunden einen Wassereimer voll Hering gelandet haben. Wenn er richtig "Dick" steht, sind bei einem Hol 3-5 Stück an der Angel keine Seltenheit. Es gibt natürlich auch Zeiten in denen es sehr mager aussieht. Manchmal vergehen dabei Stunden bis der nächste Schwarm vorbei zieht.
Das Angeln von der Brücke bringt natürlich auch einige Nachteile mit sich. Die Angelfreunde stehen manchmal, besonders an den Wochenenden, sozusagen im Schulterschluss auf der Brücke gezwängt. Bei Seitenwind gibt es daher auch jede Menge Tüdelkram unter den Anglern.
Wer dem aus den Weg gehen möchte sollte sich Wochentags in aller Frühe vor Sonnenaufgang einen Platz sichern. Dann gibt es auch noch keine Probleme mit einem Pkw-Stellplatz. Wenn die Massen anströmen hat man seinen Eimer schon voll und ist wieder verschwunden.
Wer mit einem Boot anreisst sollte sich vorher unbedingt mit den besonderen Gegenbenheiten vertraut machen.

- Rettungsmittel sind nicht vorgeschrieben aber unbedingt zu empfehlen.
- Das kurzwellige Schwappelwasser ist sehr tückisch und gefährlicher als es aussieht.

- Die Fahrrinne und besonders die Brückendurchfahrt muss unbedingt freigehalten werden.
- Die beliebten leichten Angelboote, Typ "ANKA" sind schon bei leichten Wind für den Strelasund total ungeeignet. (Wenn sie nicht richtig im Wind liegen kentern sie sehr leicht)
- Die Wasserschutzpolizei und Fischereiaufsicht ist jeden Tag präsent.

Bootsunfälle auf dem Strelasund sind keine Seltenheit !

                                           14.04.2001

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Glück im Unglück - hatten 4 Thüringer Gastangler!
Keine Gewässerkenntnis, Boot zu klein, Windstärke 5-6,

mit 2 Erw. und 2 Kindern besetzt.

Möglichkeiten zum slippen gibt es im Hafen von Altefähr gegen Entrichtung eines Entgeldes.

In den Monaten Februar und März kann man auch schon Hering in grösseren Mengen angeln. Zu dieser Zeit hat der Hering noch nicht abgeleicht und ist daher wesentlich grösser und fetter als im April.
Dazu muss man aber mit einem Boot in die tieferen Gewässern fahren. Das Aufsuchen der Heringsschwärme ist nur mit einem Fischfinder oder sehr viel Glück möglich.   Oftmals treffen die Hochseeangler beim Angeln auf Dorsch auf Heringsschwärme und nutzen die Gelegenheit neben Dorsch auch noch Hering zu angeln


Hornhecht
Der Hornhecht ist einer der beliebtesten Fangobjekte in den Frühjahrsmonaten. Sein Aufenthalt vor Rügens Küste ist nicht von langer Dauer. Er kommt aus dem Mittelmeer und besucht unsere Region nur zur Fortpflanzung. Sein Zahlreiches erscheinen in den flacheren Gewässern und die sich daraus ergebenen leichten Fangmethoden machten den Fisch sehr preiswert. Nach der Zubereitung ist er dem Aal im Aussehen und Geschmack sehr ähnlich.  Somit wurde er im Volksmund auch Arbeiteraal genannt, weil er für die arme Bevölkerung immer erschwinglich war. 
Der Hornhecht ist ein wahrer Kämpfer unter den Fischen. Es ist immer wieder ein Freude, ihn im Drill zu besiegen. Man kann ihn mit Spinnern oder auch mit Fetzenködern aus Hering an den Haken bekommen. Die langen schmalen Spinner sollten höchstens 30 g wiegen, die farbliche Gestaltung ist individuell. Man kann sich nicht auf eine Farbe festsetzen. Wenn er heute auf blaue Spinner gut gebissen hat, kann es morgen schon wieder ganz anders sein. Am besten viele verschiedene Farben mit sich führen und ausprobieren.
Da der Hornhecht sich in Landnähe in einer Tiefe von 1 - 3m aufhält ist es auch möglich ihn durch Watangeln zu fangen. Er ist bei ruhigem Wasser sehr oft an der Wasseroberfläche auszumachen. Mit gezielten Würfen in diese Richtung, den Spinner in eine Tiefe von 0,5 - 1,0 m führen, ist man schnell erfolgreich. Tagesfänge von 30-50 Stück sind keine Seltenheit. Doch jeder sollte sich vor dem Angeln eine Grenze setzen. Durch den hervorragenden Angelspaß ist man sehr schnell dazu verleitet, mehr zu fangen als für den Eigenbedarf nötig ist. Durch den Fang mit Fetzenködern hat man nicht so viele Fehlbisse wie beim spinnen. Manche Tage ist man mit Fetzenködern auch viel erfolgreicher. Wer von weit anreißt sollte in jedem Fall für beide Fangmethoden vorbereitet sein. Heringsfetzen sind am besten zum Angeln geeignet. Es ist bei einigen Anglern zu sehen, dass der zuerst gefangene Hornhecht zu Köderfetzen verarbeitet wird. Nach meiner Erfahrung ist Kannibalismus unter den Hornfischen nicht sehr verbreitet und daher das Angeln mit deren Fetzen auch nicht so erfolgversprechend.
Die Saison kann je nach Witterung schon Mitte April beginnen und sich dann bis Mitte Juni hinziehen. Die Hochsaison für das Hornfischangeln ist immer der Monat Mai.
Die Gewässer im Süden und Südosten von Rügen sind am besten zum Angeln geeignet. Durch Gründung des Biosphärenreservates Süd-Ost-Rügen sind wir Angler in unseren Möglichkeiten auf Hornfisch zu angeln sehr beschnitten worden. Nun beschränken sich unsere Möglichkeiten nur noch auf wenige freigebliebene Reviere wie z.B. Stresow, Lauterbach oder Neukamp. Weitere gute Fangmöglichkeiten bestehen an der nördlichen Ostseeküste und im Strelasund. 

 

Es geht bald weiter!

 

 



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